Vor einer Operation haben viele Menschen Angst. Richtig vorbereitet, wird der Krankenhausaufenthalt jedoch etwas weniger stressig
Was Sie beachten sollten:
Zustand: gesund und nüchtern
„Patienten sollten fit sein, wenn sie sich operieren lassen“, sagt Professor Hartwig Bauer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Wer etwa eine fiebrige Erkältung bekommt, tut gut daran, den Termin zu verschieben. Ein geschwächter Patient könnte nach dem Eingriff eine Lungenentzündung erleiden. „Im Zweifel ist es besser, sich vorher im Krankenhaus zu erkundigen“, rät Professor Markus Rehm, leitender Oberarzt und Anästhesist an der Universitätsklinik München. Zudem darf der Patient einige Stunden vor der Operation nichts mehr essen und trinken.
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Arzneimittel: eventuell absetzen oder umstellen
„Jeder Patient sollte seinen behandelnden Arzt über alle Medikamente informieren, die er einnimmt“, empfiehlt Bauer. Das gilt auch für rezeptfreie pflanzliche Mittel. Denn es kann nötig sein, vor einer Operation bestimmte Wirkstoffe wegzulassen oder durch andere zu ersetzen. Viele Menschen mit Herz- und Gefäßerkrankungen müssen Blutgerinnungshemmer einnehmen. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten sie Medikamente nach Rücksprache mit dem Arzt rechtzeitig vor dem Eingriff ab- oder ersetzen.
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Aufklärung: verständlich und persönlich
Niemand kommt auf den Operationstisch, ohne mit einem Arzt gesprochen zu haben. Manche Krankenhäuser bestellen ihre Patienten bereits einige Tage vor dem Eingriff ein. „Es ist ein genereller Trend, eine prästationäre Beratung anzubieten“, sagt Anästhesist Markus Rehm. In dem Gespräch erfährt der Patient auch, welche Medikamente er erhalten wird und mit welchen Risiken der Eingriff verbunden ist. So weit wie möglich berücksichtigen die Ärzte Wünsche ihrer Patienten. „Wer eine Betäubung am Rückenmarkskanal ablehnt, bekommt auch keine“, erklärt Rehm. „Viele Patienten verlangen ein Beruhigungsmittel, das ihnen die Angst nimmt, oder ein Schlafmittel für die Nacht vor der Operation.“
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Formulare: im Zweifel fragen, dann unterschreiben
Kliniken betreiben heutzutage viel Aufwand, um ihre Patienten zu informieren. Jeder erhält vor der Operation Formulare zum Durchlesen, Beantworten und Unterschreiben. Dazu gehören ein Aufklärungsbogen zur Chirurgie und einer zur Anästhesie sowie häufig noch ein Anamnesebogen. Darin gibt der Patient Auskunft zu vergangenen und aktuellen Gesundheitsproblemen. „Das Aufklärungsgespräch gehört aber immer dazu“, sagt Chirurg Hartwig Bauer. Der Patient solle so lange nachfragen, bis er alles verstanden habe.
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Diagnostik: gezielt und abgestimmt
Oft hat der Patient bei der Aufnahme schon einige Untersuchungen hinter sich. „Die Befunde sollte er dabeihaben“, sagt Rehm. Trotzdem müssen die Ärzte abklären, wie es ihrem Patienten aktuell geht. Dazu befragen sie ihn und veranlassen – wenn nötig – Bluttests. Weitere Untersuchungen hängen vom Eingriff und vom Patienten ab. Bei Herzkranken wird vorher u. a. ein Elektrokardiogramm gemacht. „Jede zusätzliche Untersuchung belastet den Patienten“, sagt Bauer. Deshalb sollten Ärzte nur das tun, was wirklich nötig ist.
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Dr. Achim G. Schneider / Apotheken Umschau;
07.11.2011, aktualisiert am 07.11.2011
Bildnachweis: W&B/Jörg Neisel/Szczesny, Stockbyte/RYF
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