Weibliche Anatomie: Der Gebärmutterhals verbindet die Gebärmutter mit der Scheide. Er endet im Muttermund, der ein kleines Stück in die Scheide vorragt (zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Lupe klicken!)
Was ist Gebärmutterhalskrebs?
Der Gebärmutterhals, in der Fachsprache Zervix uteri (oder Cervix uteri) genannt, ist der untere Teil der Gebärmutter. Er verbindet die Gebärmutter mit der Scheide und endet im Gebärmuttermund (Portio), der in die Scheide vorragt. Der Gebärmuttermund ist ein sehr empfindlicher Übergangsbereich zwischen der drüsenhaltigen Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals und der Schleimhaut, welche die äußeren Anteile des Gebärmutterhalses überzieht. Dieser Bereich ist besonders anfällig für Zellveränderungen. Sind diese bösartig, spricht man von Gebärmutterhalskrebs oder Zervixkarzinom. Anfangs bleiben die Veränderungen der Zellen meist unbemerkt. Im fortgeschritteneren Stadium können dann Symptome wie Schmierblutungen, Ausfluss sowie Schmerzen auftreten.
Frauen zwischen 35 und 55 Jahren sind am häufigsten von Gebärmutterhalskrebs betroffen. Im Jahr 2006 erkrankten in Deutschland rund 5500 Frauen. Die meisten Krebsvorstufen und Frühstadien, sogenannte In-situ-Karzinome, finden sich bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren.
Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine anhaltende Infektion mit bestimmten Typen der sogenannten humanen Papillomaviren (HPV). Seit einiger Zeit gibt es gegen die häufigsten krebsauslösenden Virustypen eine vorbeugende Impfung.
Wichtig sind – auch für geimpfte Frauen – die regelmäßigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (Vorsorgeuntersuchungen) beim Frauenarzt, da auch die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs bietet. Die Heilungschancen sind am größten, wenn die Erkrankung im Frühstadium erkannt und behandelt wird.
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13.09.2005, aktualisiert am 04.10.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle
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